Sonntag, 17. August 2008

Römische Nutzung des Unteren Landgrabens zwischen Groß-Gerau und Trebur

Am 15.8.2008 brachte das Ried/Groß-Gerauer Echo einen halbseitigen Artikel über

Die römische Nutzung des Unteren Landgrabens zwischen Groß-Gerau und Trebur.

Hier der Link zum Online-Archiv: http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=645452

Nach der Schilderung einer Treidel-Szene wird das Kastell in Groß-Gerau/Auf Esch und seine Verkehrsanbindung zu römischer Zeit in den Blickpunkt gerückt. Es folgen Ausführungen zur Nutzung des Landgrabens zur Versorgung des Kastells mit Lastschiffen. Inhaltlich bezieht sich der Autor immer wieder auf Angaben von Thomas Maurer. Erfreulich ist, dass sogar die Forschungsgeschichte dieser Fragestellung (<- Norbert Hanel) Erwähnung findet. Ältere Erkenntnisse bzw. Feststellung , die durch Trockenlegungsarbeiten in den Jahren 1934-1937 gewonnen werden konnten, werden zusammen mit den damaligen Heimatforschern genannt. Gegen Ende des Artikels wird Thomas Schmidts vom Museum für antike Schifffahrt in Mainz zitiert, der sich über den geringen Tiefgang der römischen Plattbodenschiffe äußert. Auch die Probleme einer weiteren Erforschung der römischen Nutzung des Landgrabens nennt der Artikel (Befund-/Fundzerstörung durch Ausbaumaßnahmen, die z.T. schon im 16. Jh. stattfanden). Als Möglichkeit zur Überprüfung der Theorien bzw. zur Erlangung weiterer Anhaltspunkte könnte, nach Maurer, ein Grabungsschnitt durch den Landgraben dienen, doch durch Aufwand uns Kosten scheint eine solche Maßnahme zur Zeit unmöglich. Die Forschungen seien "nach dem jetzigen Stand der Ding erschöpft." Leider wurde die damit verbundene Aussage "Vielleicht wissen wir in hundert Jahren mehr" auch als Überschrift des Artikels gewählt. Aber vielleicht bietet sich doch noch vorher die Möglichkeit eines Grabungsschnittes, denn der Ausbau des Regionalparks RheinMain zwischen Groß-Gerau und Wallerstädten (Apfelweinpfad, Beschreibung: http://www.gg-online.de/html/ebbelwoipaedche.htm)
betont besonders den geschichtlichen Hintergrund dieses Gebietes und die Römerzeit wird immer wieder hervorgehoben. Eventuell ließen sich in diesem Zusammenhang Mittel freimachen, um den Landgraben besser zu erforschen.


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