Samstag, 12. Dezember 2009

Resolution der Vollversammlung der Archäologischen Wissenschaft

Am 8.12.2009 fand eine Vollversammlung aller Mitglieder des Instituts für Archäologische Wissenschaften statt. Anlaß und Thema waren die negative Ausgestaltung der modularisierten Magisterstudiengänge und die drohenden Verschlechterungen der Studiensituation durch die Einführung von Bachelorstudiengängen im Bereich der Archäologie.

Im Laufe der Versammlung wurde folgende Resolution diskutiert und verabschiedet:

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Bachelor ist keine Alternative!!!

In der Vollversammlung der archäologischen Fächer haben sich die Studenten am Abend des 8. Dezembers auf folgende gemeinsame Ziele verständigt.

Primäres Ziel ist es, durch die Modularisierung eingetretene Missstände abzuschaffen und die akademische Freiheit zu erhalten. Die erzwungene Umstrukturierung des Magisters und die drohende Einführung des Bachelor führen zum Verlust von Fachinhalten und zur zunehmenden Entwertung der Hochschulabschlüsse im Bereich Archäologie. „Durch die Verschulung der Lehre wird die Bildung von Spezialisten zur Ausbildung von Fachidioten umgeformt“, äußerte sich eine Sprecherin.
Die Modularisierung erzwingt einen engen Rahmen der wissenschaftlichen Ausbildung in allen Studienstufen. Selbständige wissenschaftliche Arbeit und die Vertiefung von Fachwissen finden keinen Platz mehr. Die Studierenden haben nicht mehr die Möglichkeit ihr Wissen umfassend zu erweitern. Es ist falsch, scheinbar unternehmensfreundliche Ausbildungswege, die möglicherweise für technische und wirtschaftliche Bereiche geeignet sein könnten, unterschiedslos auf alle Studiengänge anzuwenden. Für die Geisteswissenschaften und im Speziellen die Archäologie mitihren verschiedenen Strömungen geben diese keinen Raum.
Den Studierenden muss Gelegenheit zu einem vertieften Studium gegeben werden.
Deshalb wird für das Studium der archäologischen Wissenschaften gefordert, den Magister in seiner bewährten, nicht modularisierten, Gestalt wieder einzuführen.

Resolution

Wir fordern:

• Die Wiedereinführung des Magisterstudiums in seiner bewährten, nicht
modularisierten, Gestalt

• Keine Einführung des Bachelor- und Masterstudiums in der Archäologie
Kritik an der Modularisierung:

• Die Wahl von Fachinhalten wir von außen getroffen und liegt nicht mehr in
der Verantwortung des einzelnen Studenten

• Mobilität ist ausgeschlossen: Anerkennungsrichtlinien und Strukturen sind von Universität zu Universität unterschiedlich

• Engagement in der Hochschulpolitik wird durch den engen zeitlichen Rahmenunterdrückt

Die Studierenden
Institut für archäologische Wissenschaften
Fachbereich 09 Sprach- und Kulturwissenschaften

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